Die suche nach dem wahren Glück
Normal 0 21 Ein jeder stellt sich die Frage, ob das Leben einen Sinn hätte, worin er bestünde und wie man ihn finden soll. Natürlich hat das Leben einen Sinn, nur welchen? Diese Frage kann jeder für sich selber klären, denn in jedem steckt die Antwort. Kann man den Sinn des Lebens in der Liebe seines Lebens wieder finden? Gibt die einzig wahre, unbestendliche Liebe überhaupt? Könnte man sagen, jemanden geliebt zu haben, den man erst seit wenigen Tagen oder Wochen kannte? Kann aus Freundschaft mehr werden, wie nur Freundschaft? All diese Fragen stellte sich auch Nicky Safe. Sie war ein 18-jähriges Mädchen und war nicht immer glücklich gewesen. Noch hätte sie diese Fragen mit einem Schulternzucken beantwortet, doch im laufe eines Jahres sollte sie die Antworten erfahren. 1. Tagträume „Erde an Nicky!" Nicole war ihr richtiger Name. Sie wurde nur seit ihrer Kindheit mit Nicky angeredet, da sie immer so lieb und schmächtig war. Sie war ein verträumtes Mädchen. Sie träumte immer von einer anderen Welt, einem anderen Leben. Sie wollte nicht so sein, wie sie war. Sie liebte es zu fantasieren, sie liebte ihre Tagträume. Doch ihr bester Freund, Max, war davon nicht so begeistert. Er wusste, sie war weit weg, doch verstand er nie wieso. Ständig wurde sie melancholisch. Ab und zu bemerkte er sogar eine Träne. Doch diesmal war es nicht so schlimm, sie dachte nur für einen Moment nach. „Max, tut mir leid. Was wolltest du wissen?" „Ob wir heute Abend etwas unternehmen können? Kino oder so?" „Nee, heute geht’s nicht." „Wieso?", er klang sehr überrascht. „Hey, darf ich nicht mal mehr ohne dich was unternehmen?", sie war etwas gereizt. „Oh, klar. Nur, wir hatten uns schon vor einer Weile vorgenommen, heute wegzugehen." „Haben wir das?" „Nicky? Wir kennen uns auf den Tag genau fünf Jahre. Weißt du nicht mehr? Du warst 13 und ich 14, wir hassten uns früher. Ich weiß sogar noch, wie du mich mal fast verprügelt hättest. Zum Glück wurden wir dann doch noch Freunde." „Ach ja.". Dieses „Ach ja" klang beinahe so, als wäre es ihr ergangen oder als wäre es ihr vollkommen egal gewesen. Irgendwas stimmte mit ihr nicht, doch was war das nur? Warum war sie in einem Moment das nette, liebe Mädchen was Max nun schon seit Jahren kannte und im nächsten Augenblick spürte er eine Distanz in ihren Augen, dass ihn erschreckte. Sie räusperte sich und erklärte ihm, dass sie eine Verabredung habe: „Sorry, aber ich kann heute echt nicht. Weißt du, ich habe vor einer Weile jemanden kennen gelernt." Er zog eine Augenbraue hoch und sein Blick verriet, dass er tausend Fragen hatte. „Sein Name ist Benny und er ist verdammt süß. Wir hatten uns auf der Geburtstagsfeier meiner Schwester zum ersten Mal getroffen. Irgendwie waren wir die einigsten unter 20 da. Benny wollte nur kurz meiner Schwester gratulieren, doch verfingen wir uns in ein Gespräch und wir tauschten unsere Nummern aus. Seit dem schreiben wir uns täglich und wollen uns heute endlich mal treffen. Ach Mist, dass heute unser fünf jähriges ist. Bist du mir arg sauer?" „Nein. Geh du ruhig.", seine Stimme schwankte. Mit diesem Satz verließ er ihr Zimmer. „Max?", sie lief ihm nach, doch war er schneller. „Seltsam.", sagte sie laut. Was ist nur mit Max los? Als ob der Jahrestag so wichtig sei. Sie dachte nicht weiter darüber nach, sondern machte sich für ihr Date zurecht. Nicky war überglücklich als sie Benny endlich wieder sah. Sie sah zum ersten mal nach unendlicher Zeit wieder fröhlich aus. Sie war ein melancholisches Mädchen. Oft lebte Nicky einfach nur so in den Tag hinein. Sie weinte sehr oft. Sie fühlte sich einfach zu einsam. Nun gut, sie war 18 Jahre alt und hatte noch nie einen Freund. Schlecht sah sie nicht aus. Sie war eine sehr hübsche junge Frau, doch zu sehr in sich gekehrt. Wahrscheinlich lag es daran, dass sich die Jungs nicht trauten, sie an zu sprechen. Ab und zu hatte auch sie eine Verabredung, doch merkte sie schnell, dass Jungs sie nur ausnutzen wollten. Seit dem war sie vorsichtiger. Bei Benny hatte sie allerdings ein gutes Gefühl. Und sie sollte recht behalten. Es wurde spät, sie war müde und vergas so Max zurück zu rufen, auch wenn er sie darum bat. Zudem hätte sie auch gar nicht damit gerechnet Max anrufen zu müssen. Schließlich lief er weg und nicht sie. Glücklich und zufrieden darüber, wie der Abend verlief wollte sie nur noch schlafen. Sie hatte ihr Handy den ganzen Abend über lautlos gehabt und als sie es aus ihrer Tasche holte, sah sie dort mehrere Anrufe in Abwesenheit, natürlich alle von ihrem besten Freund und auch Nachrichten waren drauf. Sie konnte es nicht glauben. Nur wenige Minuten später klingelte es erneut, doch diesmal drückte sie den Anruf gleich weg und machte ihr Mobiltelefon gänzlich aus. Warum war er nur so? Schließlich hatte er schon einige Male eine Freundin und Nicky störte das auch nicht. Sie hatte plötzlich alle möglichen Theorien in ihrem Kopf. Auch die, dass er vielleicht in sie verliebt war. Doch das durfte nicht sein. Sie mochte ihn, aber mehr war da nicht. Sie wollte nicht die Freundschaft gefährden. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch, legte eine CD ein und schrieb in ihr Tagebuch folgendes: „Liebes Tagebuch! Ich weiß, dass ich immer launisch bin und nie weiß was ich will. Aber so bin ich nun mal. Ich bin eine Träumerin. Ich träume von der Liebe, von Hoffnung und vom Schicksal. Max sagt immer, ich träume zu sehr und ich ändere zu oft meine Stimmung. Doch wenn er mich ständig kontrollieren will, wenn er ständig wissen will, was ich mache, wie kann ich da noch ruhig bleiben? Und damit zerstört er langsam aber sicher unsere Freundschaft, so leid es mir auch tut. Aber bald kann ich einfach nicht mehr. Doch diesmal glaube ich, habe ich endlich einen Jungen gefunden, der mich mag, so wie ich bin. Mit Benny habe ich hoffentlich endlich jemanden gefunden, mit dem ich zusammen träumen kann. Über eine gemeinsame Zukunft. Ich hoffe es so sehr!" Damit beendete sie ihren Eintrag und legte sich schlafen. Es waren gerade Ferien und Nicole wollte ausschlafen, doch schon gegen zehn Uhr in der Früh klopfte es an ihrer Tür. Verschlafen blickte sie ihren Besuch an. „Max, was machst du denn hier?" „Ich wollte dich sehen!" „Warum?" „Weil ich mir Sorgen um dich gemacht habe!" „Warum das denn schon wieder?" „Weil du nicht ans Handy gegangen bist und mich scheinbar weggedrückt hattest." „Ja, und? Meinst du, ich lasse mein Handy laut, wenn ich verabredet bin? Zudem war ich zu müde um noch mit dir zu reden. Ich bin gestern erst halb zwölf zu Hause gewesen" „Bist du irgendwie Sauer auf mich?" „Max, du musst endlich verstehen, das, auch wenn wir Freunde sind, ich dir nicht alles erzählen kann und ich mich auch mal mit Jungs treffe. Du weißt ganz genau, dass ich bisher nur Pech hatte und zum ersten Mal glaube ich, habe ich jemanden gefunden, mit dem ich glücklich werden könnte." „Ich verstehe voll und ganz." Erst da bemerkte er, dass ihr Tagebuch noch offen lag. Als sie mal nicht zu ihm sah, überflog er es. „Und damit zerstört er langsam aber sicher unsere Freundschaft, so leid es mir auch tut. Aber bald kann ich einfach nicht mehr."
Preis: 5.36 Euro (inkl. 19% MwSt.)
Keywords:
sie,
sie war,
war sie,
nicht sie,
als sie,
sah sie,
sie nur,
sie ihren,
sie immer,
sie wollte