Wunder und Gleichnisse Jesu im Markusevangelium -

Wunder und Gleichnisse Jesu im Markusevangelium -Markus 1,40-45:Heilung eines Aussätzigen. Ein Aussätziger erfuhr, dass Jesus in Galiläa weilte. Er kam zu ihm, kniete vor ihm nieder und sprach: „Wenn du willst, kannst du mich reinigen." Jesus hatte Mitleid mit ihm, er streckte seine Hand aus, berührte den Mann und sprach: „Ich will es tun, sei rein!" Kaum hatte Jesus den Satz ausgesprochen, wich der Aussatz von ihm, und er war rein und gesund. Sogleich schickte er mit ernsten Worten den Geheilten weg: „Sage niemand etwas von der Sache! Gehe vielmehr zu deinem Priester und gib ihm eine Spende für deine Heilung, wie Mose es vorgeschrieben hat. Das sei dein Zeugnis." Doch kaum hatte sich der Geheilte von Jesus entfernt, erzählte er allen Leuten davon. Das geschah nun zum Nachteil Jesu, der sich fortan nicht mehr öffentlich in einer Stadt sehen lassen konnte. Denn alle, die von ihm hörten, strömten zu ihm, um den Wunderheiler zu sehen, und um sich selbst heilen zu lassen. So hielt sich Jesus nun für eine gewisse Zeit an einsamen Plätzen auf. Aber auch hierher kamen die Menschen bald, nachdem sie es erfahren hatten. Sie strömten von allen Seiten auf ihn zu und umringten ihn.
Kommentar zu Mk 1,40-45 Jesus ist gekommen „die Werke des Teufels zu zerstören", 1.Joh 3,8. Da bedarf es keines langen Kommentars. Denn er zeugte von sich durch Wort und Tat und dem Gotteslicht, das von ihm ausging. Markus 2,1-12:Heilung eines Gelähmten. Nach einigen Tagen ging Jesus wieder nach Kapernaum. Als sich das herumsprach, strömten viele Leute zu dem Haus, in dem er wohnte. Der Platz vor dem Haus konnte nicht alle Menschen fassen, die da zu ihm kamen. So standen sie auch in den Gärten der umliegenden Häuser, um nahe bei ihm zu sein.Während Jesus ihnen allen das Wort verkündete, brachten vier Männer einen Gelähmten zu ihm, der lag auf einem Bettgestell. Wegen der vielen Leute kamen sie aber nicht bis zu Jesus durch. Deshalb deckten sie kurzerhand über der Stelle, wo Jesus stand, das Dach ab, und ließen durch die Öffnung, das Bett mit dem Gelähmten nieder. Als Jesus sah, wie sie nach ihrem Glauben handelten, sprach er zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben." Es waren aber auch einige Schriftgelehrte in der Men- ge. Die dachten in ihren Herzen: „Wie kann der so reden? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben, als Gott allein?" Jesus aber durchschaute sogleich im Geist ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Was denkt ihr da Unsinniges in euren Herzen? Was ist wohl leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben? oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh? Ihr sollt aber wissen, dass der Menschensohn Macht hat auf Erden, Sünden zu vergeben." Und als Beweis sprach er zu dem Gelähmten: „Ich befehle dir, steh auf, nimm dein Bett und geh nach Hause!" Sogleich stand er auf, nahm sein Bett unter den Arm und ging vor aller Augen hinaus. Da waren die Leute außer sich vor Staunen, priesen Gott und sprachen: „So etwas haben wir noch nie gesehen." Kommentar zu Mk 2,1-12 Bei der damaligen Bauweise führte von außen auf das Flachdach des Hauses eine Treppe. Die Dachbe- deckung bestand gewöhnlich aus Reisig und festgestampftem Lehm, und konnte somit leicht abgetragen werden. Die Leute waren begeistert über das, was sie sahen. Aber die herrschsüchtigen Pharisäer mit ihrer Gesetzlichkeit kritisierten das Gesehene vehement. Mit ihnen hat Jesus es schwerer, als mit Dämonen und Krankheiten. Denn versteinerte Herzen sind schwerer zu erobern, als Teufeln himmlische Befehle zu erteilen. Zu einem harten Herzen ist Gottes Liebe zwar der Schlüssel, wenn es aber so hart wie Stein ist, und partout nicht will, hat auch die Liebe keine Chance. Denn Gott hat uns vor allen Dingen den freien Willen gegeben. Wenn aber der Mensch nicht will, dann will er eben nicht! Dann ist sein versteinertes Herz eine harte Nuss – auch für Gottes Liebe. Und solche Herzen besaßen zumeist die Schriftgelehrten, auch Pharisäer genannt. Denen ging es nur um Traditionen und um die Herrschaft über Gottes Gesetz, das sie nach ihrem Sinn verdrehten. Die Wahrheit Gottes blieb dabei auf der Strecke. Wenngleich es auch unter ihnen Ausnahmen gab. Jesus war für sie auf jeden Fall, der ausgemachte Stein des Anstoßes. „Er, ein Mensch wie wir, vergibt Sünden wie Gott und heilt Krankheiten? Das darf nicht sein! Das ist Gotteslästerung hoch drei", dachten sie. Was die Pharisäer gesehen hatten, ging über ihr Verstehen von Gottes Gesetz hinaus. Das durfte einfach nicht wahr sein. Da kommt ein Mensch daher und tut, als wäre er Gott. Das wollte ihr Hochmut und Zweifel einfach nicht zulassen. Dagegen sperrte sich ihr ganzes Verstehen von Tradition und Leben unter Gleichgesinnten in der Synagoge.
Indessen dankten die Leute Gott für das Geschehene und begannen an Jesus zu glauben.
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